Bereichsbild

Abgeschlossene Projekte

 

Projekt „Gleichheit und Ungleichheit bei der Leberallokation“

Mit Kriterien zur Verteilung von Spenderlebern aus medizinischer, juristischer und ethischer Sicht beschäftigt sich das Projekt „Gleichheit und Ungleichheit bei der Leberallokation“ des  Marsilius-Kollegs. In Deutschland werden, gemessen am Bedarf, viel zu wenig Organe gespendet, dies gilt insbesondere auch für Spenderlebern. Die Verteilungskriterien des in Deutschland geltenden Transplantationsgesetzes – „Dringlichkeit“ und „Erfolgsaussicht“ – stehen in einem Spannungsverhältnis. Der Modus der derzeitigen Verteilung orientiert sich primär an der Dringlichkeit. Die an dem Projekt beteiligten Forscher werden die Probleme der medizinischen Praxis und die Schwächen des bestehenden Verteilungssystems aus ethischer und rechtlicher Sicht herausarbeiten. In einem weiteren Schritt sollen Vorschläge zur Verbesserung des Verteilungsmodus für Spenderlebern erarbeitet werden mit dem Ziel, künftig beide Kriterien des Transplantationsgesetzes angemessen zu berücksichtigen und den Anforderungen der Praxis Rechnung zu tragen.

Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Monika Bobbert (Medizinethik), Prof. Dr. Gerhard Dannecker (Strafrecht) sowie Privatdozent Dr. Tom Ganten (Transplantationsmedizin). Weitere Informationen finden Sie hier.

Projektlaufzeit: März 2013 bis 2014

Projekt "Ethische und rechtliche Aspekte der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms"

PlakattsequenzDie Entschlüsselung des kompletten Genoms einzelner Personen, die sogenannte Totalsequenzierung, wird nach Meinung von Experten in absehbarer Zeit ein gängiges Verfahren der genetischen Diagnostik sein. Unter dem Stichwort „individualisierte Medizin“ verbinden sich damit große Hoffnungen, medizinische Diagnostik, Therapie und Prävention besser auf die individuellen Merkmale von Patienten abstimmen zu können. Die neuen Möglichkeiten der Genetik haben aber auch Kontroversen zu ethischen und rechtlichen Implikationen ausgelöst. Die Projektgruppe, der Wissenschaftler/innen der Universität Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Europäischen Molekularbiologie Labors (EMBL) und des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht angehören, wird diese Fragen intensiv diskutieren, eine gemeinsame Stellungnahme erarbeiten und eine interdisziplinäre Diskussionsplattform für normative Fragen der modernen Medizin aufbauen.

 EURAT veröffentlichte am 12. Juni  eine eigene Stellungnahme: "Eckpunkte für eine Heidelberger Praxis der Ganzgenomsequenzierung"

Projektlaufzeit: März 2011 bis 2014

Projekt "The Global Governance of Climate Engineering"

PosterceDas Projekt "The Global Governance Climate Engineering" des Marsilius-Kollegs beschäftigt sich mit einer bislang nur wenig, aber kontrovers diskutierten Option für den Umgang mit dem globalen Klimawandel. Unter dem Begriff "Climate Engineering" versteht man die gezielte Beeinflussung des Klimas mit technologischen Mitteln. Hierfür gibt es bereits zahlreiche ernst zu nehmende Vorschläge. Im Mittelpunkt des Interesses der Forschungsgruppe stehen die vielfältigen Zusammenhänge zwischen technologischen, ökonomischen, kulturellen, politischen, sozialen und psychologischen Aspekten von Climate Engineering.

Weitere Informationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet die Projekthomepage ausführliche Informationen zum Thema Climate- bzw. Geoengineering und zum Projektverlauf:  www.climate-engineering.uni-hd.de

Projektlaufzeit: 2009 bis 2012

Projekt "Menschenbild und Menschenwürde"

PlakatmenschenwuerdeDas Projekt "Menschenbild und Menschenwürde", das seit 2005 im Rahmen des Interdisziplinären Forums für Biomedizin (IFBK) bearbeitet wird, fördert den Dialog zwischen Kultur- und Naturwissenschaften über grundlegende und anwendungs- bezogene Fragen zu dieser Thematik. Die bisher weitgehend isoliert geführten Diskurse im Zusammenhang mit dem Thema Menschnewürde sollten vor dem Hintergrund miteinander verbunden werden, dass die Fortschritte der biomedizinischen Wissenschaften vielfach das tradierte Menschenbild in Frage stellen und dass die Reichweite und die Begründung der Menschenwürde in unserer Gesellschaft zunehmend strittig geworden sind. Zu den Schwerpunktthemen "Menschenbild und Neurowissenschaften, "Menschenwürde am Lebensanfang" und "Menschenwürdig sterben" wird in interdisziplinären Arbeitsgruppen, bestehend aus Professoren und Nachwuchswissenschaftlern, geforscht.

Projektlaufzeit: 2008 bis 2011

Projekt "Perspectives of Ageing in the Process of Social and Cultural Change"

PosterageingIm Projekt "Perspectives of Ageing" werden zwei zentrale gesellschaftliche Herausforderungen des demographischen Wandels aufgegriffen. Zum einen geht es darum, auf gesellschaftlicher Ebene zur Entwicklung von Nutzen und Stärken des Alters beizutragen, zum anderen sind individuelle Risiken des Alters frühzeitig zu erkennen und in ihren Auswirkungen zu mindern. Mit diesen beiden Heraus- forderungen ist die "Doppelgesichtigkeit" des Alters angesprochen, die in der Gleichzeitigkeit von Gewinnen und Verlusten zu sehen ist.

Projektlaufzeit: 2008 bis 2011

 

Seitenbearbeiter: Geschäftsstelle
Letzte Änderung: 02.09.2016
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